2012: Ein Schreibjahr

2012 soll es werden: Mein Jahr des Schreibens. Das Jahr, in dem ich eine Agentur finden werde. Ich habe es mir fest vorgenommen: Raus aus dem Kleinverlagsgewurschtel und rein in die große Verlagswelt. Wenn ich wirklich das Schreiben zu meinem Beruf machen will, und das will ich, dann muss da jetzt was kommen.

Meine guten Schreibvorsätze: 250.000 Wörter im Tintenzirkelkampfschreiben. Ich freu mich schon.

Meine Baustellen:
“Das Haus am Ende der Straße”: Endlich dieses (bitte unflätigen Fluch einfügen) Exposé fertigmachen und das Ganze auf den Weg schicken.
“Erwählte des Zwielichts”: mein zweiter Nithyararoman, der seit dem NaNo halb fertig auf Halde liegt. Fertigschreiben, überarbeiten, betalesen lassen.
“Finstere Wasser”: Abenteuer, dunkle Mächte, Liebe und Meer – zuende schreiben, überarbeiten, Betaleser drauf hetzen.
“Die Rote Tür”: Rausfinden, was dieser Roman denn nun sein will, Schwulenromanze, Bodell-Milieustudie oder Abenteuerroman, und danach dementsprechend umschreiben. Hilfe. Davor graust mir. Aber alles geht nun wirklich nicht, und 460 Normseiten sind für einen Erotikroman zu viel. Das nimmt doch keiner. Auch wenn die Charaktere alle süß sind.

Und dann? Das reicht doch niemals für einen T12. Vielleicht, ganz vielleicht, gebe ich dem Projekt “Schwarze Flügel” noch eine letzte Chance, nachdem ich es nun schon dreimal an die Wand gefahren habe. Da heißt es, Plot ausdünnen, Charaktere streichen, die nicht unbedingt nötig sind, Struktur reinbringen und noch mal alles auf Anfang.

Lesen: Jahresabschluss 2011

Was hat Tina denn so alles gelesen? Nicht so viel, wie sie wollte.

Kinder/Jugendbuch:
Angie Sage: Septimus Heap: Physic (nett, aber irgendwann wird’s langweilig, zumindest für ältere Leser)
Angie Sage: Sepitimus Heap: Queste (siehe “Physic”)
L.M. Montgomery: Anne auf Green Gables (Der Klassiker! Und ich kannte ihn noch nicht. Asche auf mein Haupt, so ein tolles Buch!)
Erin Hunter: Into the wild – Warriors 1 (Tierphantastik vom Feinsten, wenn auch mit sehr hohem Bodycount)
Floortje Zwigtman: Ich, Adrian Mayfield (einfach nur großartig)

Krimi/Thriller:
Pierre Lemaitre: Der kalte Hauch der Angst (spannend… aber gruselig)
Jo Nesbo: Schneemann (sehr geil)
Arnaldur Indriðason: Kältezone (so ein echter Islandkrimi. Unterkühlt und deprimierend, nicht so meins)

Horror:
S.P. Somtaaw: Dunkle Engel (Voodoo-Grusel, spannend und aufwühlend)

Phantastik/Fantasy/Urban:
Franka Rubus: Die Blutgabe (will den zweiten Teil. Jetzt.)
Lynn Raven: der Kuss des Kjer (romantisch, spannend, fesselnd)
Alex Morrin: Der Spiegel aus Eis und Feuer (auch toll)
Barbara Schinko: Die Feengabe (Feen mal nicht süß – sehr gut)
Kai Meyer: Arkadien erwacht (will mehr)
Sergeij Lukianenko: Spektrum (irgendwie seltsam)

History:
Brigitte Riebe: Auge des Mondes (Ägypten, Katzen… was will ich mehr?)
Simon Taylor: Der Mönch (mir zu langatmig)
Rebecca Gablé: Das Spiel der Könige (hach, die Warringhams…)

Erotik:
Kira Maeda: Seidenfessel (*schnurrrrrrrrrrrrrrrrrrr*)

Belletristik im weitesten Sinne:
Patrick Süskind: Das Parfum (hat mir sehr gefallen, wenn auch verstörend)
Dr. David Dosa: Oscar – was uns ein Kater über das Leben und Sterben lehrt (unglaublich verständnisvoll, sehr zu empfehlen, wenn man mit Demenzpatienten zu tun hat)
Katharina Hagena: Der Geschmack von Apfelkernen (auch ein tolles Buch, das mit dem Thema Demenz umgeht)
Elke Heidenreich: Nero Corleone kehrt zurück (süß, einfach nur süß)

Anthologien:
Hrsg.: Candela-Verlag: inter mundos-Geschichten zwischen den Welten (einige sehr schöne Geschichten, bei einigen fragt man sich aber doch, wie sie in die Antho gekommen sind)
Hrsg.: Ursula Schmidt-Speer und Tamara Kohl: Schmetterlinge streichen zärtlich (Erotikanthologie mit teilweise sehr schönen, gefühlvollen, spannenden und auch bösen Geschichten. Leider hat bei einem Beitrag das Lektorat böse geschlampt)
Hrsg.: Sphera-Verlag: Kalt glimmen die Sterne – Vampirgeschichten (viel Mainstream, aber ein paar wirkliche Highlights)
Hrsg.: Tanja Heitmann: Stille Nacht (Liebesgeschichten zur Winter-und Weihnachtszeit, sehr schön)

Beta-und Testlesen von Manuskripten:
Tanja Rast, “Die Geistersängerin” aka “Arrion”
Tanja Rast, “Paladin” aka “Cajan”
(beide großartig, ich wünsche den Büchern einen guten Verlag, wirklich jetzt)
Maja Ilisch: “Das Puppenzimmer” (los, ihr Verleger, holt es euch)
Helen B. Kraft: “Das Kind Luzifers” (selten so gelacht, hat Spaß gemacht)

Auf dem To-Read-Stapel fürs kommende Jahr:
Floortje Zwigtman: Adrian Mayfield – Versuch einer Liebe (lese ich gerade)
Lynn Raven: Blutbraut
Anika Beer: Als die schwarzen Feen kamen
Franka Rubus: Die Blutgabe – Unberührbar
Viktoria Schlederer: Fortunas Flug
Kay Meyer: Arkadien brennt und Arkadien fällt
Erin Hunter: Warriors Staffel 1, 2-6