Katzenzorn

Das Jahr fing gut an, gleich mit einer nicht uninteressanten Ausschreibung von den Geschichtenwebern. Eine Romanidee, die mir schon lange im Kopf herumspukt, und die etwas mit Bastet, Katzen, Ägypten, Mumien, Reinkarnation und ein bisschen Grusel zu tun hat, erscheint mir da genau richtig. Und wenn es da nicht klappt, dann kann ich die Geschichte immer noch aufbohren und einen ausgewachsenen Roman daraus machen. Ich mag das Ding.

Merit Winter hat ihren Traum wahrgemacht – in ihrem Abschluss-Semester an der Uni fährt sie mit auf eine Exkursion ins legendäre Per-Bastet, die Stadt, in der zur Zeit der perserherrschaft in Ägypten die Hochzeit der Bastetverehrung stattfand. Doch warum plagen sie seit ihrer Ankunft auf der Grabungsstätte immer dieselben Träume? Warum finden die Archäologen an einem Ort, an dem sie eigentlich Katzenmumien vermuten, eine allein von der Zeit und der Wüstenhitze konservierte Mumie einer jungen Frau? Und was hat der seltsame Grabungshelfer Ahmed damit zu tun, dass in der Grabungsstätte dilettantisch aus toten Streunerkatzen gebastelte “Katzenmumien” auftauchen? Merit ahnt, sie ist der Schlüssel zu all den Fragen – und sie fühlt sich nicht sonderlich wohl dabei.

Der Wahnsinn geht in die dritte Runde

Zum dritten Mal in Folge werde ich mich in diesem Jahr den Kampfschreibern des anschließen und mich im Kampfschreiben üben. Mein Jahresziel: 275.000 Wörter. 25.000 mehr als in den letzten beiden Jahren. Wenn ich letztes Jahr nicht so geschlumpft hätte, hätte ich das sicher auch da schon geschafft, aber was soll’s. Neue Projekte, neue Ideen, neue Ziele und der ganz feste Entschluss im Kopf, dieses Jahr mehr zu schreiben und vor allem mehr fertig zu bekommen und auch einzureichen.
Kampfschreiben – warum eigentlich? Ich habe für mich festgestellt, dass ich mit einem Ziel vor Augen und selbst gesetzten Deadlines im Nacken deutlich effektiver arbeite als ohne. Mein Ziel habe ich so gewählt, dass ein bisschen, aber nicht zu viel Druck da ist, gerade so viel, wie ich ihn als Motivation brauche. Noch dazu ist die Kampfschreibergemeinschaft des Tintenzirkels so großartig, dass ich ohne ein weiteres Jahr Schreibwahnsinn sicher nicht so viel Spaß an der Sache haben würde, wie mit.
Es kann losgehen. Zum Aufwärmen mit einer Novelle für eine Ausschreibung der Geschichtenweber.