2018 – Jahresplanung

*trommelwirbel* Ja, es gibt ihn, einen Masterplan für 2018 (*guckt den Plan an und denkt sich: ja, bin ich denn vollkommen bescheuert?*)!  Und da steht einiges ins Haus. Unter anderem endlich der Start ins Selfpublishing, denn ich bekomme die Rechte an der ersten gay romance, die ich je geschrieben habe, wieder zurück: “Im Fischernetz” gehört dann wieder komplett mir, und ich werde diese niedliche kleine Novelle ein wenig ausbauen, komplett überarbeiten und im neuen Gewand und um einige Szenen reicher im Selbstverlag wieder auf die Menschheit loslassen – und es wird weitere Geschichten um den mysteriösen Sayain und den rothaarigen Ex-Sklaven Alvar geben! Und wenn nichts Großartiges wie eine Zombieapokalypse oder der Weltuntergang oder die Tatsache, dass im Haus dieser Autorin der Ostfriesentee ausgeht (Katastrophe!), sieht es im Autorinnen-und Katzenhaushalt nach folgender Jahresplanung aus (Änderungen vorbehalten. Wie meine Mama immer sagt: “Und sie machte einen Plan; und es wurde nichts daraus!”):

 Quartal 1:
Überarbeitung von “Fisch im Netz” (ehemals Im Fischernetz) als Auftakt einer Minireihe und Neuveröffentlichung im SP
Liebesflammen (gay romance-Novellenreihe) plotten und schreiben
Plotten eines Sequels für die “Flammende Rose” (diverse Ideen für einen möglichen Plot stehen bereits Schlange, bisher war aber keine davon bereit, sich festnageln zu lassen)
eine Kurzgeschichte plotten und schreiben (Auftragsarbeit, was Regionales mit Fantasy und Katzen), sowie Plotten und Schreiben weiterer Kurzromane in der Welt von “Fisch im Netz”

Quartal 2:
Fisch 2 und eventuell Liebesflammen 2 veröffentlichen, Fisch 3 plotten und schreiben
Liebesflammen weiterschreiben, so wie’s gerade passt
Arbeit am Rosensequel
Arbeit an irgendwas mit Katzen

 Quartal 3:
Fisch 3 veröffentlichen
Liebesflammen weiter bearbeiten
Rosensequel fertigstellen und einreichen
Arbeit an irgendwas mit Katzen

 Quartal 4: 
einen Liebesflammenband veröffentlichen
NaNo plotten und schreiben (irgendwas mit Katzen)
Liebesflammen 5 anfangen für die VÖ in Quartal 1 2019

 

Das Sequel wird keine direkte Fortsetzung der Flammenden Rose sein. Es wird ein Wiedersehen mit dem Reich Traverra, seinem unmöglichen Fürsten und bekannten Heldennasen geben, die Hauptrolle wird jedoch ein anderes Heldenpaar spielen. Eine Reihe von gay romance-Traverra-Romanen ist angedacht, die Bücher werden aber außer dem gemeinsamen Schauplatz und eventuellen Gastauftritten bereits bekannter Figuren keinen Zusammenhang haben und werden alle unabhängig voneinander lesbar sein.

Irgendwas mit Katzen kann im Moment noch alles bedeuten: Streunerkatzen in bekannten Städten ebenso wie ihre wilden Verwandten in Bergen, Steppe und Wüste. Vielleicht gibt es Geparden in der Savanne oder Pumas im Yellowstonepark, vielleicht auch Luchse in Norwegen oder Löwen am Sambesi. Wer weiß?

Dazu noch ein paar gute Vorsätze, das neue Jahr kann durchstarten:

  • mehr Zeit zum lesen und schreiben nehmen
  • weniger Zeit verplempern mit ziellosem Rumsurfen und Daddelspielchen (gibt nur Rückenschmerzen)
  • mehr Achtsamkeit
  • mehr “self care”
  • weniger schlechtes Gewissen und Schuldgefühle
  • und wie immer, weil das ja im Grunde fast jede/r will: endlich mal das Zielgewicht erreichen 🙂

 

 

Jahresrückblick

2017 ist so gut wie durch, 2018 kratzt schon ungeduldig an der Tür – Zeit für einen kleinen Rückblick. Es ist einiges passiert in 2017, Schönes und weniger Schönes, vieles vom Schönen hat mit Musik oder Schreiben zu tun. Ich habe viel gelesen, weniger geschrieben, als ich wollte, dafür mehr überarbeitet, als geplant war und statt einem sogar zwei Bücher veröffentlicht. Ich habe viel gelernt in diesem vergangenen Jahr – über das Schreiben, über mich, über das Leben an sich, über jede Art von Ausmisten, über Beziehungen, über Dinge und Menschen, die mir guttun (oder eben nicht) und über Enden und Anfänge. Ich habe eine alte Schulfreundin wiedergefunden (vielmehr hat sie mich wiedergefunden), und ich bin immer noch völlig baff, dass die Frau, mit der zusammen ich die ersten zögerlichen Schritte Richtung “kreatives Schreiben” unternommen habe, inzwischen eine erfolgreiche Selfpublisherin ist, die mich über meine “Flammende Rose” aufgestöbert hat. Menschen fragen mich, was an mir auf einmal so anders ist. Und ich antworte: ich. Ich bin anders geworden. Ein Jahr älter, ein paar Kilo leichter, aber mein Selbstbewusstsein, das hat zugenommen. Dank einiger wirklich treuer und guter Freunde, dank meiner Familie und meiner tollen Kolleginnen und Kollegen. Ich bin achtsamer geworden – nicht nur meinen Mitmenschen und meiner Umwelt gegenüber, sondern auch gegenüber mir selbst. Der Weg dahin war nicht immer einfach. Aber wann ist zu lernen und sich zu entwickeln schon einfach?
Ich wünsche mir das für 2018 – weiter zu lernen, mich weiter zu entwickeln und weiter daran zu arbeiten, keine Angst mehr vor Neuem zu haben. Denn jedem Anfang, das wusste schon Hermann Hesse, wohnt ein Zauber inne.

Noch ein paar Details?

Veröffentlichungen. 2018 haben zwei meiner Herzensprojekte ihren Weg gemacht und sind in zwei wunderbaren Kleinverlagen mit wunderbaren VerlegerInnen erschienen, mit denen die Zusammenarbeit ebenso harmonisch wie lehrreiche für mich war. Roms Katzen erschien im Verlag ohneohren, und Das Geheimnis der Flammenden Rose im Traumtänzer-Verlag.

 

Schreiben: Geschrieben habe ich nicht so viel, wie ich wollte, denn es kam einiges an Überarbeitungsarbeit, mit der ich so nicht gerechnet hatte. Das Lektorat für “Roms Katzen” war ein Spaziergang, das für die “Flammende Rose” ein Triathlon unter erschwerten Bedingungen: Laufen in der Wüste, Radfahren durchweg bergauf und Schwimmen im Wildwasser. Heraus kam ein wirklich brauchbarer Roman, und ich fühlte mich kurzzeitig wie die Iron Woman des Überarbeitens. Ohne Hilfe wäre ich wohl nicht weit gekommen, noch mal ein dickes Danke hier an Tanja, die mich immer wieder aus dem Jammersumpf gezogen hat.
Von einem Projekt bzw. einer Welt habe ich mich bis auf weiteres verabschiedet: von den Nithyara. Vielleicht wird es irgendwann noch einmal Nithyarageschichten geben, aber nicht zeitnah, denn in den angefangenen Nithyara-Manuskripten muss erst einmal Rasen gemäht und Unkraut gejätet werden.
Natürlich gab es auch in diesem letzten Jahr wieder einen NaNoWriMo, dessen Ergebnis es wahrscheinlich Ende dieses Jahres zwischen Buchdeckeln geben wird – mal wieder “was mit Katzen”.

Lesen. Leider viel zu wenig, oft habe ich mir einfach nicht die Zeit zum lesen genommen und stattdessen andere Dinge getan, über die ich mich im Nachhinein geärgert habe, weil mir ein Buch viel mehr gegeben hätte als stumpfes Bubbleshooter-Daddeln vor dem Computer. Der Stapel ungelesener Bücher ist kleiner geworden, abgearbeitet ist er aber noch lange nicht – wie auch, es kommen ja ständig neue Bücher dazu (sehr zum Leidwesen meines Mannes und der überquellenden Bücherregale…)! Zu den meisten Büchern findet ihr hier auf dem Blog unter Rezensionen auch kurze Kommentare, darum hier nur eine Liste meines letztjährigen Lesefutters (wild gemischt in Lesereihenfolge):

 

  • Lonna Haden: “Der Krähenwolf”
  • ETA Hoffmann: “Nussknacker und Mausekönig”
  • Katharina Seck: “Die silberne Königin”
  • Helen B. Kraft: “Der Duft des Sturms” (Erbe der Sieben Wüsten 3)
  • Alana Falk: “Das Herz der Quelle” (Sternensturm 1)
  • Leann Porter: “Die Fährte der Wandler”
  • Kai Meyer: “Die Krone der Sterne”
  • Markus Heitz: Wedora”
  • Jessica Hartmann: “Adam und Sal”
  • Tanja Rast: “Runenschicksal”
  • Helen B. Kraft: “Gefährliche Lügen” (Erbe der Sieben Wüsten 4)
  • Tanja Rast: “Klosterschatz”
  • Ju Honisch: “Seelenspalter”
  • Andreas Wilhelm: “Projekt Babylon”
  • M. S. Kelts: “Allicanto – Goldvogel”
  • Tanja Rast: “Feuerzauber”
  • Tanja Rast: “Magiefunken 1”
  • Joy Smith Aiken: “Solos Reise” (zum xten Mal… ich liebe es einfach
  • Otfried Preußler: “Krabat” (wie jedes Jahr, das Adventszeitbuch)
  • Deborah Feldman: “Unorthodox”
  • Valerie Colberg: “Talvars Schuld”

Pläne für 2018? Aber hallo! Für dieses Jahr plane ich, mich endlich als Selfpublisher zu versuchen,  und  ich starte mit einem “oldie but goldie”. Zum Jahresende habe ich nämlich die Rechte an meinen gay romance/fantasy-Kurzroman “Im Fischernetz” zurückbekommen und werde dieses alte Schätzchen auf Hochglanz poliert mit ein paar neuen Szenen, neuem Cover und komplett überarbeitet herausbringen, sobald ich mit der Poliererei fertig bin.  Unter dem Titel “Fisch im Netz” wird das alte “Fischernetz” Auftakt einer Reihe von gay fantasy-Kurzromanen werden, die alle eines gemeinsam haben: Sie spielen im oder am Meer oder das Meer spielt eine wichtige Rolle. Staffel 1 wird sich komplett um die Helden aus dem “Fischernetz” drehen. Darum auch der Reihentitel “Meeresträume”.
Parallel arbeite ich an einer Reihe von noch zu schreibenden gay romance-Fantasy-Novellen unter dem Reihentitel “Liebesflammen”, die ebenfalls immer dann erscheinen werden, wenn ein Band fertig ist. Diverse Settings und Helden stehen bereit, die Plotbunnies wurden bereits im vergangenen Jahr eingefangen und harren nun ihrer Bearbeitung. Mit etwas Glück schlüpft der erste Band passend zu Ostern aus seinem Ei.
Natürlich wird es auch 2018 getreu dem Motto “Gay fantasy und irgendwas mit Katzen” auch wieder irgendwas mit Katzen geben, allerspätestens im November, den vergangene NaNoWrimos haben mir gezeigt, dass NaNo und Katzen für mich einfach die perfekte Kombination sind.

Und natürlich will ich auch wieder lesen, lesen, lesen, so oft und so viel nur geht, denn schreiben lernt der Mensch nicht nur durchs immer wieder versuchen, immer wieder schreiben, sondern auch und vielleicht sogar in erster Linie durch das Lesen.

Also… da isser, der SuB, wilder Mix aus allem Möglichen, mit Tee und Lesezeichen:

Walter Moers: Die Stadt der träumenden Bücher
Paulo Coelho: Veronika beschließt zu sterben
Paul Gallico: Jennie, meine Freundin
Jonas Jonasson: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
Helen B. Kraft: Geheimnisse der Macht (Erbe der Sieben Wüsten V)
Jörg Magenau: Schmidt-Lenz
Ken Follett: Kinder der Freiheit  (*hader*… so ein dicker Wälzer…)
Cormac McCarthy: All die schönen Pferde
Peter Ustinov: Die Gabe des Lachens
Harold G. Moore und Joe Galloway: We were soldiers once… and young (der Tatsachenbericht, auf dem der Film “Wir waren Helden” basiert)
Guy Gavriel Kay: The Summer Tree
Neill Gaiman: Niemalsland
Dazu noch vier EBooks: Lily Oliver: Träume, die ich uns stehle; Tanja Rast: Ein Ritter für Beriz und Katharina Seck: Die Stille zwischen Himmel und Meer (aka “Edda”) und Tochter des dunklen Waldes.

Kater. Kater? Natürlich. Kein Neujahr ohne Kater (und ja, ich meine den mit dem Fell, wenn auch der Silvesterkater noch leise miauend seine Pfotenabdrücke hinten in meinem Schädel hinterlässt). Auch Kater wird dieses Jahr hin und wieder zu Wort kommen, klein, stark, schwarz, und wie immer ein bisschen weise, ein bisschen philosophisch und mit all seiner den Katzen eigenen schnurrigen Ruhe und Achtsamkeit. Vielleicht besucht ihr den Kater und mich ja hin und wieder. Wir wünschen euch ein erfolgreiches, gesundes neues Jahr. Mögen euch nie die Ideen ausgehen und nie der neugierige Blick über den Tellerrand.

 

Eure AutorinMitKatze
Tina

„Kannst du mir die Mail mit der Agenda für das Meeting forewarden?“ – Anglizismenüberschuss, oder warum ich nicht „cool“ sein will

Wo früher am Bahnhof mal die Information war, befindet sich jetzt ein „Info-Point“. Man geht nicht mehr zu Arbeitstreffen, sondern kommt höchst anglizistisch in „Meetings“ zusammen, für die man zuvor keinen Themenplan, sondern eine Agenda bekommen hat. Man bringt sich seinen „Coffee to go“ mit, den man sich zuvor noch schnell beim „Coffeeshop“ geholt hat. Welcher Bestandteil eines „Bread-Shops“ ist. Früher nannte man so etwas eine Cafeteria in einer Bäckerei.
Statt wie früher super findet man erfreuliche Ereignisse oder Dinge, die einen erstaunen heute „cool“. Ein Mobiltelefon ist ein „Handy“, wenn es bereits einige Jahre auf dem Buckel hat; ist es neu, spricht der moderne Mensch von einem Smartphone. Und haben wir inzwischen nicht alle „Notebooks“? Entschuldigung, „Laptops“. „Notebooks“ sind ja diese kleinen Dinger aus Papier, in die man mit einem „Ballpen“ oder einem Füller schreibt. Mit der Hand.
Eine Nachricht ist eine „Message“, im Internet unterhält man sich nicht, ondern „chattet“ und „skyped“. Oder schreibt man das ohne e?
Die Aufforderung, Anträge einzureichen, nennt man neudeutsch „call to papers“. Klingt irgendwie nach „call to arms“, das ist gruselig.
Diätprodukte sind „light“ oder „zero“ (persönliche Erfahrungen haben mich gelehrt, dass diese Worte entweder für übersüß durch Aspartam oder für pappig und schmeckt nicht stehen), eine Frikadelle ist ein „Burger“, und in die Pfanne kommt „Bacon“ statt Speck.
Wer als Redner oder vielleicht als Journalist beeindrucken möchte, wirft mit Fremdwörtern um sich, denn diese assoziieren dem lauschenden Gegenüber eine Intelligenz und Bildung des Texturhebers, welche dieser im schlimmsten Fall gar nicht besitzt. Fremdwörter werden benutzt, um Artikel zum Schillern zu bringen, bis der Leser zwischen all den Anleihen aus Englisch, Französisch, Latein und Altgriechisch den eigentlichen Inhalt des Geschriebenen kaum noch finden kann.
Als Autorin, die in Deutschland geboren wurde, in Deutschland aufgewachsen ist und Deutsch als Muttersprache spricht, empfinde ich den zunehmenden Einsatz von Anglizismen als sprachlichen „Igittigittismus“. Für so viele Dinge, die wir heute mit Anglizismen bedenken, gibt es tatsächlich auch deutsche Wörter. Natürlich gibt es auch hier Grenzen – Markennamen wie Ebay und Paypal müssen nicht krampfhaft in „E-Bucht“ und „Bezahlkumpel“ eingedeutscht werden. Aber mein „Meeting“ ist ab jetzt ein Arbeitsgruppentreffen oder eine Besprechung, meine Agenda eine Themenliste und mein Handy ein Mobiltelefon. Und aufregende, positive Dinge sind super oder klasse oder prima. Es muss nicht alles „cool“ sein. Ich selbst will gar nicht cool sein – denn „cool“, das bedeutet wortwörtlich übersetzt „kühl“ oder „kalt“. Was sind „coole“ Klamotten? Zeug, das nicht wärmt? Dünne Blusen und kurze Hosen oder Miniröckchen im Winter? Was sind „coole“ Menschen? Die, die keine Gefühle zeigen, die nach außen kühl wie Vulkanier wirken und an denen alles abprallt?
Nein danke, das bin ich nicht.
Ich bin wohl eher uncool (was für ein Wort…), wenn ich mich jetzt wieder verabschiede und weiter daran arbeite, meine Sprache und meinen Wortschatz aufzuräumen.