Ju Honisch: Seelenspalter

Spannend von der ersten bis zur letzten Seite: Ju Honischs Roman „Seelenspalter“, dessen weiterer Titel „Geheimnisse der Klingenwelt“ eine Reihe verspricht – was mich hochgradig freut, denn „Seelenspalter“ ist ein echtes Juwel.

Das Mädchen Maleni landet bei den Schemenjägern der Xyi, einem geheimnisumwobenen Assassinenorden, nachdem sie mit ansehen musste, wie marodierende Soldaten ihr Haus plünderten und ihre Familie grausam ermordeten. Aufgegabelt von der Schemenjägerin Niccela wird Maleni von Schemenjäger zu Schemenjäger weitergereicht, bis sie schließlich ihre Ausbildung im „Berg“ beginnt – einem Ort, der ebenso sagenumwoben ist wie die mysteriösen Xyi selbst.
Ihre Seele wird geteilt in Maleni, die unscheinbare Magd, und Taryah, die verführerische Tänzerin, die mit Gift auf den Lippen tötet.

Als Maleni nach einem von Taryahs Aufträgen eine Entscheidung trifft, die sie den Anschluss an ihre Karawane verpassen lässt, sieht sie sich Schwierigkeiten gegenüber. Sie muss fliehen, wird verfolgt, angegriffen – und auf mysteriöse Weise gerettet. Sie findet sich in der Gesellschaft zweier Wanderschmiede wieder, mit denen sie seit ihrer Rettung ein gemeinsames Schicksal verbindet – bis zu dem Punkt, an dem Maleni sich entscheiden muss, und ihr größter Feind plötzlich sie selbst ist: der Taryah-Anteil in ihr.

Ju Honisch erzählt Malenis Geschichte mit dem ihr eigenen feinen Humor, den ich schon bei ihren anderen Romanen so sehr mochte. Intensiv beschreibt sie Malenis Zwiespalt und ihre wachsende Beziehung zu den beiden Schmieden, die so viel mehr sind als nur einfache Handwerker.

Bis zum Ende spannend, ein Buch, das ich nur schwer aus der Hand legen konnte. Ich freue mich schon auf weitere Romane aus Ju Honischs Feder, die in der Welt von „Seelenspalter“ spielen.

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