30 Tage übers Schreiben bloggen: Aufgabe 16

16. Do you write romantic relationships? How do you do with those, and how “far” are you willing to go in your writing?

Wenn es in den Plot passt, schreibe ich gern, sehr gern, auch eine Liebesgeschichte, auch und gerade sehr gern homosexuelle Liebesbeziehungen. Es macht mir Spaß, so eine Beziehung aufzubauen, langsam und gemächlich zu beschreiben, wie die Beziehung sich entwickelt, gerade, wenn die Partner sehr unterschiedlich sind. Wenn ich ein funktionierendes Paar habe, dann gehe ich auch recht weit mit den beiden – erotische Szenen zu schreiben macht mir Spaß und ich glaube, es liegt mir auch. Je nach Charakter der Geschichte blende ich an entscheidenden Stellen aus oder lasse es auch mal ein bisschen heißer hergehen, habe aber auch dabei meine Grenzen. Ich schreibe Erotik, keine Pornographie. Es soll knistern, die Leser sollen sabbern und mitfiebern, aber keinen Ekel empfinden.

Womit ich echte Probleme habe, sind Teenie-Romanzen im Jugendbuchbereich. Das zu schreiben fällt mir schwer – darum habe ich es bisher auch gelassen. In meinem einzigen geplanten Jugendbuchprojekt gibt es “beste Freundinnen”, die miteinander ihr Abenteuer erleben, aber keine Teenieromanze. Velleicht ein bisschen Schwärmerei, aber keine unerfahrenen ersten Küsschen und schon gar kein “erstes Mal”.

30 Tage übers schreiben bloggen: Aufgabe 15

15. Midway question! Tell us about a writer you admire, whether professional or not!

Hurra, Bergfest. Dann mal los.
Schwierig, sich für einen zu entscheiden. Unter den Professionellen mag ich Lynn Flewelling sehr. Ihre Tamír-Trilogie und ihre Nightrunner-Serie gehören zu meinen Lieblings-und “immer wieder lese”-Büchern. Sie schreibt spannend, ohne zu übertreiben, ihre Charaktere haben Tiefgang und sind echte Persönlichkeiten. Figuren mit tragischem oder traumatisierendem Hintergrund bleiben bei aller Dramatik glaubwürdig und nachvollziehbar. Ihre Welt ist in sich stimmig, die verschiedenen Völker interessant. Besonders die Aurenfaie haben es mir angetan mit ihrer interessanten Clanstruktur, den verschiendenen Clanfarben und -zeichen, ihrer äußerlich sichtbaren Perfektion und ihrem von Intrigen zerrütteten Inneren.

Unter den Unveröffentlichten, denen ich nichts mehr wünsche, als endlich einen Buchvertrag in die Finger zu bekommen, möchte ich meine Freundin Maja Ilisch nennen. Sie schreibt so wunderbar düster und spannend, hat so tolle, unkonventionelle Ideen und so interessante Figuren, dass ich mich immer wieder frage, verdammt noch mal, warum kauft das eigentlich niemand? Ich bewundere sie – für ihren Ideenreichtum, ihre spannenden Plots und ihre düsteren, so ganz anderen Fantasygeschichten.

30 Tage übers Schreiben bloggen: Aufgabe 13 und 14

Mal wieder zwei in einem, weil’s gestern irgendwie nicht so wollte:

13. What’s your favorite culture to write, fictional or not?
14. How do you map out locations, if needed? Do you have any to show us?

Am liebsten (be)schreibe ich eine italienisch-spanisch angelehnte Kultur mit leicht orientalischem Einschlag. Ich mag die Farbenpracht, den 1001-Nacht-Touch, ein bisschen Wunderlampe, ein bisschen Cosí fan tutte, ein bisschen Zauberflöte und ein bisschen Karneval in Venedig. Meine Küstenstaaten sind eine Art mittelalterliches Pseudo-Italien, mein Isharid ein 1001-Nacht-Orient und mein Dulcamara ein Pseudo-Spanien im Mantel-und-Degen-Setting. Ich mag das einfach.

 

Karten? Ich und Karten zeichnen? Oh, Himmel, hilf. Das kann ich gar nicht. Ich mache mir höchstes grobe Skizzen und verzweifle dann immer, weil ich nie genau weiß, wie lange mensch braucht, um von a nach b zu kommen. Meine dussligen kleinen Skizzen sind auf jeden fall nichts zum Rumzeigen. Das wäre zu peinlich.

 

30 Tage übers Schreiben bloggen: Aufgabe 12

12. In what story did you feel you did the best job of worldbuilding? Any side-notes on it you’d like to share?

Ich bin kein Weltenbastler, das schon mal zu Anfang. Meine Welten entstehen, während ich schreibe oder während ich in ihnen rollenspiele. Das beste Beispiel dafür ist die Welt der Nithyara, wie sie in “Feuersänger” beschrieben ist. Sie wurde immer komplexer, während ich zusammen mit meiner besten Freundin das Volk entwickelte. Wir spielten uns die Bälle zu, und aus dem vielen “wenn das so ist, muss das aber so sein” entwickelte sich schließlich eine komplexe Welt, ein komplexes Volk mit eigener Religion und sehr seltsam anmutender Philosophie. Mehr dazu steht auf meiner Nithyara-Seite. Die Welt der Nithyara werde ich auf jeden Fall in weiteren Geschichten weiter “benutzen”. Für den NaNoWriMo plane ich etwas, das man fast “Die Nithyara” nennen könnte, wenn das nicht so sehr nach Völkerroman klingen würde. Im Grunde wird es auch einer, aber irgendwie auch wieder nicht.

30 Tage übers Schreiben bloggen: Aufgabe 11

11. Who is your favorite character to write? Least favorite?

Hm. Gute Frage. Ich mag alle meine Charaktere, Protagonisten wie Antagonisten, trotzdem schreibe ich einige lieber als andere. Feuersänger hat mir unheimlich Spaß gemacht, genauso Tessa, die Katzenflüsterin, und Ilaro, mein armer kleiner Liebesdiener wider Willen. Jhamal aus einem im Moment auf Eis liegenden Projekt ist mir irgedwann fürchterlich auf die Nerven gegangen, weil er aus plottechnischen Gründen nur noch krank sein und jammern konnte.
Was ich nicht gut kann, sind Antagonisten, die wirklich einfach nur eklig sind. Amio Nura zum Beispiel, oder Nasser Benazi, beides geldgierige, brutale Freudenhausbesitzer, denen es wirklich nur ums reich werden um jeden Preis geht und die dabei nicht zögern, über Leichen zu gehen. Die beiden sind nicht böse – sie sidn einfach nur eklig und geldgeil. Bösewichter mit tragischem Hintergrund, die einen Grund haben, verdreht oder böse zu sein, machen mir wiederum ganz viel Spaß.

30 Tage übers Schreiben bloggen: Aufgaben 9 und 10

Und wieder mal zwei Fragen in einem Posting, weil ich gestern nicht dazu gekommen bin. Der Grund: gaaaanz lieber Besuch. 🙂

9. How do you get ideas for your characters? Describe the process of creating them.
10. What are some really weird situations your characters have been in? Everything from serious canon scenes to meme questions counts!

Charakterideen springen mich meist einfach an, wenn ich Fantasy-RPs spiele, Filme/Serien schaue oder lese. Ich lasse mich gern von den Konzepten anderer Autoren oder von Regisseuren inspirieren, bediene mich schamlos und bastele dann aus dem geborgten Konzept etwas ganz eigenes. Manchmal ist es nur ein Punkt im Aussehen, eine Charaktereigenschaft, ein Handicap, ein Trauma, und schon entsteht in meinem Kopf eine lebendige Figur. Manchmal bringt sie ihren Namen gleich mit, das ist immer besonders lustig. “Du, ich bin der-und-der oder die-und-die, schreib dich mal eine Geschichte, in der ich die Hauptrolle spiele”. Ähm. Ja. Auf so eine Weise kam ich in ca. 10 Minuten zu der Hälfte der für “Finstere Wasser” wichtigen Charaktere, die dann da standen und meinten, die Grußße sei aber noch nicht vollzählig, da fehle noch ein Ordenskrieger, und einen Auftraggeber bräuchte man schließlich auch noch.

Ich liebe es, meine Figuren in schräge/gefährliche/ausweglos erscheinende Situationen zu bringen. Ilaro aus “Die Rote Tür” findet sich nach einer heißen Nacht mit einem succubusartigen Liebesdiener auf der falschen Seite der Bordelltür wieder und muss selbst ein Liebesdiener werden. Tessa, meine kleine Tiertelepathin und Katzenflüsterin schaut ziemlich doof aus der Wäsche, als sie das erste Mal telepathischen Kontakt mit einer Katze hat. Vion, Shanaro, Cyrienna und Alessio aus den Finsterwassern “durften” an einem dieser komischen Charakter-Interviews teilnehmen und haben dabei sehr viel von sich preisgegeben. War sehr spaßig.

30 Tage übers Schreiben bloggen: Aufgabe 8

8. What’s your favorite genre to write? To read?

Am liebsten schreibe ich “Low”-Fantasy im weitesten Sinne. Das kann Realweltsetting mit ein bisschen Mystery sein, Urban (auch gern historisch, auch wenn ich den Rechercheaufwand scheue), oder eben “richtige” Fantasy mit spitzen Ohren und grünen Dämonen. “Low” Fantasy deswegen, weil ich großes Heldentum und riesiges Schlachtgetümmel zum einen nicht wirklich gut schreiben kann und zum anderen auch selbst nicht gern lese. Die Charaktere sind mir wichtiger als die große Action.
Was ich gern schreibe, lese ich auch gern – Fantasy an allen möglichen Variationen, gern auch ein bisschen romantisch, aber nicht kitschig, gern mysteriös und auch gern ein bisschen Horror, aber bitte kein Splatter. Ich lese auch gerne mal einen historischen Roman (also… richtig historisch, nicht diese “Frauenromane vor historischer Kulisse”, die in letzter Zeit wie die Pilze aus dem Boden schießen), Krimis oder Thriller.

30 Tage übers Schreiben bloggen: Aufgabe 7

7. Do you listen to music while you write? What kind? Are there any songs you like to relate/apply to your characters?

Ich höre eigentlich immer Musik. Totenstille um mich herum mag ich nur ganz selten. Gerade, wenn ich allein zuhause bin, brauche ich einen gewissen Geräuschpegel um mich rum, sonst grusel ich mich. Ja, lacht nur. Zum Schreiben habe ich am liebsten Soundtracks oder Instrumentalmusik, Klassik oder sowas wie Secret Garden. Gesungene Titel gehen nur dann, wenn ich das Gefühl habe, sie passen zur Stimmung oder zum Charakter, und ich mag sie beim schreiben nur, wenn ich mich nicht allzu sehr konzentrieren muss. Sprich, wenn alles gut fluppt und ich weiß, was ich schreiben will. Loreena McKennitt zum Beispiel, oder Heather Alexander. Je nach Projekt auch mal was Rockigeres. Zur Roten Tür hat Loreena McKennitt gut gepasst, weil sie diesen schönen orientalischne Touch drin hat. Herrlich.

30 Tage übers Schreiben bloggen: Aufgabe 5 und 6

Heute mal zwei in einem, weil ich gestern irgendwie nicht dazu gekommen bin. Dafür ist Die Rote Tür bis auf das letzte Kapitel und den Epilog fertig, das ist ja auch schon mal was. Aber hier die Fragen 5 und 6 fürs Blogstöckchen:

5. By age, who is your youngest character? Oldest? How about “youngest” and “oldest” in terms of when you created them?
Meine jüngste Romanfigur ist Merit, eine Figur aus einem noch unvollendeten Jugendthrillerprojekt. Merit ist 13, ihre Eltern sind Ägyptologen und zu ihrem 13. Geburtstag bekommt Merit eine Reise nach Bubastis geschenkt, wo ein Freund ihres Vaters gerade eine Grabung leitet. Merits beste Freundin Shari ist ebenfalls da. Als Merit auf der Grabungsstätte zuerst seltsame Träume bekommt und dann auch noch von einem Rachegeist in Katzengestalt heimgeuscht wird, nehmen Grusel und Detektivarbeit ihren Lauf.
Mein ältester Charakter an Jahren dürfte Feuersänger sein, zum Ende seiner Geschichte ist er weit über 500 Jahre alt. Ach ja. Immer diese Unsterblichen.
Von der Entstehung her müsste Feuersänger auch der älteste sein. Meine neuste Truppe ist die Besetzung für Finstere Wasser: Alessio, der abenteuernde Alchimist, Shanaro, der Heiler mit der schrägen Vergangenheit, Ianys, die mysteriöse Hohepriesterin, Cyrienna, die dubiose Kapitänin, Marinius, der unbescholtene Ordenskrieger und Vion, der männerliebende Meerelf.

6. Where are you most comfortable writing? At what time of day? Computer or good ol’ pen and paper?
Am liebsten schreibe ich inzwischen tatsächlich am Computer. Zuhause benutze ich einen Laptop, auf Reisen ein Netbook. Trotzdem – für Ideen und Notizen sind Papier und Stift immer noch das einzig Wahre. Ich schreibe am liebsten zuhause, und dort am liebsten abends, dann habe ich meine Ruhe.